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Geschrieben von Rentner am 07.03.2008 um 16:29:

  Vorbeugende Maßnahmen

Vorbeugen ist besser als Heilen.

Eine kräftige und gesunde Pflanze ist in der Lage, Angreifern und Krankheiten generell zu trotzen.
Kräftig und gesund kann sie nur bleiben, wenn sie unter den günstigsten Bedingungen gehalten wird.

Standort (Luft und Licht), Wasser, Nahrung und allgemeine Pflegemaßnahmen (Beschneiden etc.) sorgen dafür, dass die Widerstandsfähigkeit der Pflanze gestärkt wird.

Natürlich kann es trotzdem vorkommen, dass auch der gesündeste und robusteste Baum urplötzlich heimgesucht wird.

Es gibt einige Möglichkeiten Bäume, die im Freiland gehalten werden müssen, mit zusätzlichen vorbeugenden Maßnahmen für die jeweils kommende Vegetationsperiode zu wappnen.

So empfiehlt es sich im Februar eine Spritzung mit verdünntem Weißöl (Paraffinölemulsion) (Bild 1) vorzunehmen, um so die Überwinterungsstadien diverser Schädlinge zu bekämpfen.
Erfolgreich wirkt dieses Öl vor allen Dingen gegen Schildläuse, deren Panzer durch den Ölfilm luftdicht eingeschlossen wird und die Schädlinge damit zur Aufgabe zwingt. Eine zweite Spritzung ist nach etwa 10 Tagen angebracht.

Um pilzliche Erkrankungen wie Sternrußtau, Mehltau oder diverse Welkepilze zu bekämpfen, kann unmittelbar nach erfolgtem Austrieb bei allen gefährdeten Arten wie z.B. Ahorn, Apfel, Eiche, Feuerdorn etc. eine gezielte Spritzung mit einem Kupfermittel erfolgen (Bild 2). Zwar hinterlässt dieses zunächst weiße bis bläuliche Flecken auf den Blättern, die dann aber nach ca. 14 Tagen wieder verschwunden sind.
Ebenfalls bewährt hat sich Jinmittel (Bleichmittel), dass in verdünnter Form (etwa 1:30) ausgebracht wird (Bild 3).
Auch Saprol oder Pilzfrei eignen sich hervorragend (Bild 4).

Diese Mittel kann man selbst in der jeweils benötigten Menge ansetzen.
Sehr nützlich und gut geeignet sind dazu kleine 100 ml Pumpsprüher, die man für wenig Geld kaufen kann (Bild 5).

Bei Einsatz bzw. Verwendung von chemischen Mitteln gilt der Grundsatz, immer nur soviel anzuwenden wie unbedingt erforderlich ist und dann immer nur im Freien.


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