Beschneiden der Wurzeln
Die Wurzeln werden vorsichtig aus dem Substrat freigelegt, dadurch werden die Wurzeln gerade.Lockern Sie nun mit einer Wurzelkralle vorsichtig den Wurzelfilz, dabei arbeiten Sie sich langsam von außen nach innen vor.
Als erstes werden die Wurzeln an der Außenseite beschnitten, aber man sollte einige Wurzelspitzen lassen.
Der Bonsai benötigt diese um Wasser und Nährstoffe aunehmen zu können.
Nachdem der Wurzelballen um 1/3 reduziert wurde und zwischen dem oberen und dem unteren Teil Gleichgewicht besteht, werden vier große Dreiecke aus dem Ballen herausgeschnitten, dies fördert das Wachstum der Wurzelspitzen.
Einpflanzen
Tragen Sie auf den größeren Wunden vom Wurzelschneiden Wundknetmasse auf.Legen Sie über den Abzugslöschern kleine Kunststoffnetze und fixieren Sie diese mit Kupferdraht um ein verrutschen zu verhindern.
Um dem Baum halt in der Schale zu geben, ziehen Sie 2 Fixierungsdrähte durch die Abzugslöscher.
Setzen Sie nun den Bonsai in die Schale, der Wurzelhals sollte nun knapp über der Schalenkante zu sehen sein. Sollte dies nicht der Fall sein, füllen Sie unter dem Bonsai ein wenig Erde auf, bis der Wurzelhals die entsprechende Höhe erreicht.
Der Wurzelballen wird nun mit den 2 Fixierungsdrähten durch verbinden der Drähte befestigt.
Füllen Sie nun Bonsai Erde in die Schale, mit einem Holzstäbchen stochern Sie die Bonsai Erde in die Hohlräume zwischen die Wurzeln.
Somit gewähren Sie eine Optimale Wasser- und Nährstoffaufnahme.
Zum Abschluß gießen Sie Ihren Bonsai so intensiv bis das Gießwasser aus den Abzugslöschern tropft.
Äste schneiden
Verwenden Sie für das Schneiden von Bonsai's nur spezielles Bonsai-Werkzeug. Herkömmliches Werkzeug kann beim Schneiden die Äste ausfasern, das wiederum führt zu einer schlechten Wundheilung. Dickere Äste werden mit Konkavzangen entfernt, Konkavzangen können die anschließende Wundheilung beeinflußen. Der Bonsai behält nur seine gewünschte Form wenn er kräftig beschnitten wird.Dieses geschieht alle 2 bis 3 Jahre, am besten im Frühjahr vor der Wuchstumsperiode. Der Bonsai sollte frei von Krankheiten und Schädlingen sein.
Als erstes entfernt man das tote Holz und unerwünschte Äste.
Das übrige Blattwerk wird ausgedünnt und die Triebspitzen werden entfernt um Äste zum Verzweigen anzuregen.
Einige Knospen, die sich während der Wachstumzeit bilden, werden nach sorgfältiger Auswahl entfernt.
Entstandene Schnittstellen, die über Bleistiftdicke hinausgehen, sind unbedingt mit Wundverschlußmittel abzudecken. Somit verhindern Sie, das Krankheitserreger durch die offenen Schnittstellen den Baum befallen.
Stilarten
Frei Aufrechte Form
Bei der frei aufrechten Form, weist der Stamm leichte Biegungen auf. Die Biegungen sind hierbei nicht nur nach rechts und links, sondern auch nach vorn und hinten. Die Astabstände werden von und unten nach oben immer geringer. Die Spitze des Bonsai's liegt hierbei im Lot zum Stamm. Die Hauptäste befinden sich idealerweise jeweils an der Außenseite der Biegung. Als Schalen sollten flache ovale oder rechteckige Formen verwendet werden. In der Schale sollte der Bonsai 2/3 vom Schalenrand eingepflanzt werden. Die Krone des Baumes hat die Form eines ungleichmäßigen, spitzen Dreiecks.Streng Aufrechte Form
Vom Wurzelhals bis zur Baumspitze entwickelt sich ein möglichst vollkommen gerader Stamm. Die Spitze des Baumes, befindet sich genau über dem Wurzelansatz. Der Stamm verjüngt sich vom Wurzelansatz bis zur Spitze stetig. Im unteren Drittel des Stammes, sind hierbei keine Äste angesiedelt. Bei den Ästen sind leichte Biegungen erlaubt. Von unten nach oben werden die Äste kürzer und weniger verzweigt. Ebenfalls wie bei der frei aufrechten Form sollten flache ovale oder rechteckige Schalen zum einpflanzen verwendet werden.Besenform
Bei der Besenform teilt sich der Stamm nach ca. 1/3 in viele Äste auf, wobei die Krone des Baumes einer Halbkugel gleich kommt. Um die Besenform zu erhalten, ist es wichtig, neue Triebe nicht lang wachsen zu lassen. Ebenfalls wird hier eine flache ovale oder rechteckige Schale zum einpflanzen verwendet.Kaskade
Bei der Kaskade wächst der Baum über den Schalenrand hinaus in die Tiefe. Um ein Gegengewicht erzeugen zu können, wird der Bonsai in eine recht Tiefe Schale gepflanzt. Die Schale sollte dabei kreisrund, quadratisch oder mehreckig sein.Bei richtiger Pflege des Bäumchens kann man schon mal das Gefühl für die Zeit verlieren. Die Bonsai-Kunst ist ein Jahrtausend Jahre altes Hobby mit Ursprung Asien. Nach dem alten chinesischen Verständnis für Bonsai kommt es darauf an, eine Harmonie zwischen den Naturelementen, der belebten Natur und dem Menschen in Miniaturform darzustellen. Ein derartiges Lebensgefühl kann sich niemals einstellen, wenn man sich beispielsweise ein fertiges Bonsai-Bäumchen im Blumenversand online bestellen würde. Ein Blumenversand wie Fleurop oder Floraprima sind unbestritten gut für kurzfristige Freuden und Überraschungen, bei der Bonsai-Kunst geht es um beständige Freude und Harmonie.
Haben Sie Fragen oder Anregungen, dann senden Sie eine Email an webmaster@bonsai-ratgeber.de